Vermögen für die Rente aufbauen

Uwe Schlick / pixelio.de
Uwe Schlick / pixelio.de

Da immer weniger Kinder geboren werden, wird es für die jungen Menschen unerlässlich für die eigene Rente Vorsorge zu treffen, da die staatliche Rente mit Sicherheit in 30 oder 40 Jahren nicht mehr reichen wird, um ein vernünftiges Leben zu bestreiten. Heutzutage sieht man leider immer mehr Menschen die Pfandflaschen einsammeln, um ihre mickrige Rente aufzubessern. Wer zum Renteneintrittsalter nicht in die gleiche Situation geraten möchte, muss möglichst früh damit anfangen ein Finanzpolster aufzubauen von dem er im Alter leben kann.

Hinweise für Einsteiger

Damit man Geld  für einen Vermögensaufbau hat, muss man zuerst seine Verbindlichkeiten reduzieren und dann kann das freigewordene Kapital investiert werden.

Es sollte vermieden werden, Schulden für Konsumzwecke zu machen. Wenn aktuell Kredite für Konsumgüter existieren, sollten diese abbezahlt werden, bevor man an den Vermögensaufbau denkt. Wenn man kurz vor der Überschuldung steht, muss man rasch handeln. Das freigewordenen Vermögen bespart man um ein kleines Startkapital zu erhalten.

Damit sich ein Vermögen aufbauen kann, müssen die Einnahmen größer als die Ausgaben sein. Dies ist fundamental wichtig. Wenn man ein kleines Vermögen zusammen hat, gilt es, dieses renditestark zu investieren, damit zum Renteneintrittsalter aus dem kleinen Vermögen ein großes Vermögen werden kann.

Da auf den Tagesgeldkonten oder Sparbüchern nur sehr wenig Zinsen gibt, eignen sich diese eigentlich gar nicht zum Vermögensaufbau. Durch den niedrigen Zins der Europäischen Zentralbank, kommt es sogar zu dem Phänomen, dass einige Bank wie Commerzbank dazu übergangen sind, negative Zinsen auf das Vermögen zu verlangen.  Noch sind davon nur die Großkunden betroffen, aber es wird wohl auch den kleinen Sparer treffen, denn auch hier liegt ein großes Vermögen. Aktuell haben die Deutschen 5 Billionen Euro auf der hohen Kante.

Aufgrund der schlechten Zinsen sollte das Tagesgeldkonto nur als Zwischenlager genutzt werden in dem man ein wenig Geld sammelt, um diesen dann in Aktien, Fonds oder ETFs (Exchange-traded fund) zu investieren. Für den Vermögensaufbau für die Rente eignen sich vor allem die Wertpapiere, die eine Dividende zahlen .  Dadurch entsteht ein passives Einkommen. Neben der Dividende steigt auch möglicherweise der Kurs des Wertpapiers.

Besonders interessant sind die Unternehmen, die ihre Dividende kontinuierlich steigern können. Wenn ein Unternehmen 25 Jahre lang die Dividende einmal pro Jahr steigert, wird als Dividendenaristokrat bezeichnet. Hier kann man von einem stetigen Wachstum der Dividende auch in Zukunft ausgehen. Dividendenaristokraten zahlen aber in der Regel nicht die höchsten Dividenden. Für die Rente ist ein kontinuierliches Wachstum besser geeignet als ein Unternehmen, dass schwankende aber hohe Dividenden zahlt.

Dank dem Internet ist es heutzutage für jeden möglich, problemlos Wertpapiere zu erwerben. Die beliebtesten Onlinebanken für den Depothandel sind comdirect, Consorsbank (Cortal Consors) und ING DiBa.

Strategien

Es gibt zwei unterschiedlichen Herangehensweisen, um das Vermögen aufzubauen. Die erste Strategie besteht darin, eine kleine Summe zu sammeln und diese dann in ein Wertpapier seiner Wahl zu investieren. Da jeder Kauf mit Gebühren behaftet ist, sollte die Summe nicht zu klein sein. Hier bieten sich Summen ab 2.000€ an. Bei dieser Summe ist die Gebühr bei unter 1% des investierten Kapitals.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin einen Sparplan einzurichten. Hier wird immer eine feste Summe pro Monat in ein Wertpapier investiert. Dies eignet sich vor allem dann, wenn man nur eine kleine Summe pro Monat zu Verfügung hat. Bei den Sparplänen gibt es in der Regel keine feste Gebühr, sondern wird in Abhängigkeit der Summe berechnet.

Für kleinen Summen eignet sich ETFs, da diese nicht aktiv verwaltet werden und dadurch die laufenden Gebühren des ETFs gering sind.

Eine Investition in Unternehmen ist immer mit einem Risiko verbunden. Es ist daher besonders wichtig, dass man sein Depot diversifiziert, d.h. man sollte nicht auf ein Pferd setzen sondern auf viele. Da hat den Vorteil, dass, wenn mal ein Unternehmen strauchelt und eine schlechte Performance hinlegt, dann ist das gesamte Vermögen in Gefahr. Durch die Diversifikation fällt der Schaden kleiner aus. Auch sollten die Unternehmen aus verschiedenen Branchen kommen.


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